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HYDE
HF-Layout Software
Gegenwärtige
Problemstellung beim HF-Design
Gegenwärtig
sind weltweit viele Unternehmen gezwungen für die
Entwicklung von anspruchsvollen HF-Schaltungen mehrere
EDA/CAD-Werkzeuge einzusetzen. Typischerweise werden
dabei folgende Tools verwendet:
- HF-Simulations-Tools
(ADS, Ansoft-Designer, Microwave Office) für
die Generierung der HF-Strukturen
-
PCB-Layout-Software
unterschiedlicher Hersteller für die Erstellung
von komplexen Layouts
-
EM-Simulations-Tools
(HFSS, CST, Sonnet) für die elektromagnetische
Simulation von HF-Schaltungen
-
Grafische
CAD-Werkzeuge (Autocad, u.a.) für die Nachbearbeitung
von HF-Strukturen. Diese sind oft deshalb notwendig,
weil PCB-Layout-Software die entsprechenden grafischen
Funktionen nicht aufweisten, um HF-Strukturen grafisch
verändern zu können.
-
CAM-Software
für die Erstellung von Fertigungsdaten
Durch die
gleichzeitige Verwendung vieler Software-Tools wird
die Entwicklung anspruchsvoller HF-Schaltungen ganz
erheblich erschwert.
Elegante EDA-Lösung
für ein anspruchsvolles HF-Design mit HYDE
Die
HF-Layout-Software HYDE soll dazu beitragen, dass den
Entwicklungsingenieuren ein Werkzeug in die Hand gegeben
wird, mit dem
-
komplexe
Schaltungen mit modernen Routing-Tools und Design-Rule-Check
schnell und fehlerfrei entwickelt werden können.
-
simulierte
HF-Strukturen elegant im Kontext des Gesamtlayouts
grafisch nachbearbeitet oder auch HF-Strukturen
neu erstellt werden können.
-
Fertigungsdaten
nach den üblichen CAM-Standards bequem hergestellt
werden können.
HYDE ergänzt
in bester Weise HF/EM-Simulationswerkzeuge für
ein effektives HF-Design.
Die besonderen
Stärken von HYDE für HF-Design
Komfortable
Schaltplanerstellung
Mit
dem Schaltplan-Modul von HYDE lassen sich sehr schnell
komplexe Schaltpläne in kürzester Zeit erstellen.
Dabei ist natürlich eine logische Verbindung zwischen
Schaltplan und dem physikalischen Layout gegeben. Mit
der Footprint-Zuordnung wird jedem Schaltplansymbol
ein physikalisches Bauteil zugeordnet.
Unerlässlich
für HF-Design können selbstverständlich
auch im Substrat eingebettete Bauteile wie Kondensatoren,
Induktivitäten oder beliebig simulierte und importierte
HF-Strukturen über beliebig viele Lagen verteilt,
oder auch nur einfache Microstrip-Leitungen einem Schaltplansymbol
zugeordnet werden.
Andererseits
ist es jedoch mit HYDE nicht zwingend notwendig bei
der Entwicklung von HF-Schaltungen mit der Schaltplanerstellung
zu beginnen. Alternativ kann auch zuerst das Layout
oder nur Teile eines Layouts erstellt werden. Daraus
kann wiederum eine entsprechende Netzliste erstellt
werden.

Zuordnung
eines eingebetteten Kondensators zu dem Schaltplansymbol
Individuelle
Lagenstruktur mit bis zu 50 Leiterbahnebenen
HYDE
zeichnet sich durch seine sehr hohe Flexibilität
aus. So unterstützt HYDE die verschiedensten Technologien,
die für HF-Schaltungen relevant sind, wie z.B.:
-
Teflon
Single- und Multilayer-PWBs
-
LTCC
mit bis zu 50 Greentapes
-
HTCC
-
Hybrid-Dünnfilm
-
Hybrid-Dickschicht
mit bis zu 20 verschiedenen Pasten
-
PCB
Dabei kann
mit bis zu 50 Leiterbahnebenen gearbeitet werden. Im
Vorfeld kann die individuelle Lagenstruktur festgelegt
werden, so dass dann wegen der Übersichtlichkeit
nur die wirklich genutzte Lagenanzahl eingesetzt wird.

Unterstützung von
im Substrat liegenden und gedruckten HF-Komponenten
Wie
schon erwähnt, können mit HYDE beliebige simulierte
und auf mehrere Lagen verteilte HF-Strukturen (z.B.
Filter, Baluns, Diplexer u.v.m.) in HYDE über das
DXF- oder GDSII-Format importiert werden und auf beliebigen
Innenlagen des Schaltungssubstrats platziert werden.
Dabei können eingebettete HF-Strukturen innerhalb
des Substrates von oben nach unten beliebig versetzt
und platziert werden. Zusätzlich lassen sich DIEs
in Innenlagen platzieren, da sich mit HYDE auch entsprechende
formunabhängige Cavities im Leitungsträger
erstellen lassen.

„Hairpin“-Filter
Außergewöhnliche
grafische Funktionen für die Bearbeitung von HF-Komponenten
Die
meisten PCB-Layout-Systeme sind in der Regel sehr begrenzt
bezüglich der grafischen Funktionalität. Deshalb
greifen viele HF-Schaltungsdesigner zusätzlich
auf ein rein grafisches CAD-Werkzeug zurück, um
die anspruchsvollen grafischen Aufgaben zu lösen.
HYDE bietet einen mächtigen grafischen Kern an,
mit dem sich auch schwierigste grafische Anforderungen
realisieren lassen. Typischerweise haben HF-Designer
komplizierte Leiterbahnstrukturen zu realisieren, um
z.B. Striplines, Filter und Wellenleiter miteinander
zu verbinden.
HYDE
verfügt über diese außergewöhnlichen
grafischen Eigenschaften, mit denen sich alle HF-spezifischen
Anforderungen realisieren lassen. Mit ausgezeichneten
-
Editierbefehlen
(Rotieren, Spiegeln, Kopieren, Dehnen, Gruppieren,
Sammeln, Zerlegen, Verschmelzen von Zeichnungskomponenten,
Glätten und Äquidistanten),
-
grafischen
Grundelementen (Linie, Rechteck, Polygon, Kreis,
Bogen, Ellipse, Schraffur, Bemaßung, Markierung,
Schriftarten) und
-
Fangmodi
(Gitterpunkt, Scheitelpunkt, Schnittpunkt, Grundkomponente,
Mittelpunkt, Systempunkt, Kontur)
können
sämtliche Bauteile, HF-Komponenten und Leiterbahnen
im Kontext der Layoutzeichnung problemlos grafisch bearbeitet
werden.
Sollen
z.B. nach einer durchgeführten EM-Simulation die
evtl. veränderten geometrischen Daten der HF-Komponenten
übernommen werden, so können diese entweder
in HYDE importiert (DXF, GDSII) und in das vorhandene
Layout eingefügt werden oder die Veränderungen
werden manuell über die grafischen Funktionen von
HYDE nachbearbeitet.

HF-Layout-Beispiel
(Keithley Instruments)
Auch können
durch die komfortable Makrosprache von HYDE entsprechende
Microstrip-Komponenten als so genannte Makrobauteile
angelegt werden. Dadurch können diese Komponenten
durch die Eingabe der entsprechenden geometrischen Parameter
ohne aufwendiges Zeichnen blitzschnell maßgenau
erstellt werden und dann in dem HF-Layout eingefügt
werden.

Beispiele
von Mikrostrip-Komponenten
Modernes
Routing-Werkzeug für eine schnelle Entflechtung
Trotz
der hohen Flexibilität und den grafischen Stärken
verfügt HYDE über einen leistungsstarken 2-Punkt-Autorouter.
Sollen HF-Schaltungen kombiniert mit mehreren pinreichen
DIEs entwickelt werden, dann können mit diesem
Entflechtungswerkzeug komplexe Schaltungen in kurzer
Zeit fehlerfrei entflochten werden. Der 2-Punkt-Router
ist ein Autorouter, der einen Weg zwischen 2 Punkten
selbständig entflechtet, z.B. durch Anklicken einer
Airline oder von 2 beliebigen Anschlusspunkten. Dabei
kann mit dem Cursor die Richtung des Verlaufs der Leiterbahn
nach dem "Follow-Me"-Prinzip direkt beeinflusst
werden. Sperrflächen sowie die im DRC definierten
Abstände werden automatisch eingehalten. Eine akribisch
genaue Cursorführung beim Layouten ist nicht mehr
notwendig, wodurch komplexe Designs wesentlich schneller
entflochten werden. Der 2-Punkt-Router erlaubt ebenfalls
das mehrlagige Entflechten durch Unterstützung
eines designabhängigen Via-Menüs.

Schnelles
und flexibles Entflechten mit dem 2-Punkt-Router
Wiederverwendung
von Schaltungsteilen
Eine
weitere besondere Stärke von HYDE besteht in der
Fähigkeit bestimmte Funktionsblöcke wie z.B.
VCOs oder Verstärker aus einer größeren
Schaltung auszuschneiden und in einer neuen Schaltung
wieder einzufügen. Auch so lassen sich Entwicklungszeiten
ganz beträchtlich verringern
Elegante
Erzeugung von Abschirmungen
Für
ein zuverlässiges HF-Design ist die Erstellung
von Abschirmungen und Masseflächen sehr wichtig.
Mit dem auf Universalität ausgelegten Schraffurbefehl
können sehr einfach und in Sekunden komplexe gefüllte
oder schraffierte Masseflächen erzeugt werden.
Für die LTCC-Technologie werden kreuzschraffierte
Flächen für eine gute Haftung der Greentapes
untereinander benötigt. Mit HYDE kann die Linienbreite
mit Abstand und Winkel der Schraffur vollkommen frei
definiert werden. Selbstverständlich lässt
sich diese Abschirmung über VIAs an das Massepotential
anbinden. Zusätzlich lassen sich auch auf einfachste
Weise Abschirmzäune mit zahlreichen VIAs erzeugen.

Bandpass-Filter
mit Abschirmzaun

Kreuzschraffierte
Massefläche mit Cavity und Durchkontaktierungen
Zuverlässiges
HF-Design durch DRC
Mit Hilfe
des Design Rule Check (DRC) wird die elektrische Übereinstimmung
zwischen Schaltplan und Layout überprüft.
Aber auch für eine fertigungsgerechte Entwicklung
einer HF-Schaltung ist der Design-Rule-Check unabkömmlich.
So können die verschiedensten geometrischen Abstände
definiert werden, die bei der Entflechtung des Layouts
automatisch eingehalten werden sollen. Selbstverständlich
überprüft der DRC auch den korrekten elektrischen
Anschluss und die entsprechenden geometrischen Abstände
sowohl bei eingebetteten HF-Komponenten im Substrat
als auch bei vergrabenen DIEs in Cavities. Dabei werden
auch Designs unterstützt, bei denen von einem DIE
auf verschiedene Kontaktlagen gebondet wird.

LTCC-spezifische
DRC-Prüfungen
Integriertes
CAM-Modul für eine reibungslose Fertigung von HF-Schaltungen
Um
HF-Schaltkreise wirtschaftlich herstellen zu können,
bietet HYDE entsprechende Funktionalitäten für
die Fertigung an.
HYDE
verfügt über einen leistungsstarken, vielseitig
einsetzbaren Stücklistengenerator. Sowohl vom Schaltplan
als auch vom Layout lässt sich damit eine formatierbare
Stückliste generieren.
Weiter
kann eine Nutzenbildung für die Filmerstellung
im Gerber- oder auch GDSII-Format durchgeführt
werden. In den Nutzen lassen sich zusätzlich Passermarken
und ein Textfeld für die Datenbestimmung eines
jeden Nutzenfeldes einfügen. Auch können Gerberdaten
importiert werden und diese durch den geometrischen
Design-Rule-Check auf Fertigungstauglichkeit überprüft
werden.

Nutzenbildung
für die Filmerstellung
Des
Weiteren werden entsprechende Postprozessoren für
das Bohren, Stanzen und Fräsen des Substrats angeboten.
Auch die Ansteuerung von SMD-Pick&Place-Maschinen
für die Bestückung von HF-Schaltungen wird
durch HYDE geboten.
Für
eine übersichtliche und fertigungsgerechte Dokumentation
können im Showmanager mit vorkonfigurierten Showfiltern
alle relevanten Informationslagen mit einem Mausklick
eingestellt werden. Zusätzlich kann das physikalische
HF-Design für eine bessere Veranschaulichung als
3D- Zeichnung dargestellt werden. Dabei wird auch die
komplette elektrische Verdrahtung im Substrat sichtbar
angezeigt.

3D-Ansicht
eines aufgeklappten LTCC-Entwurfs
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